Corona und die Hamburger Stadtteilzentren

Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie zurzeit auf private Kultureinrichtungen und Stadtteilinitiativen in Hamburg hat, beschreibt Petra Vierecke in ihrem Text. Danke, Petra.

Von Petra Vierecke

Soziale Einrichtungen und Unternehmen in Hamburg in der Corona-Zeit

Aufgrund eines TV-Beitrags im Hamburg Journal sowie eines Artikels im Hamburger Abendblatt vom 30. März 2020 über Dialog im Dunkeln habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie diese Einrichtungen ihr Überleben bewerkstelligen.

Es geht um wichtige soziale Einrichtungen, deren Sinn und Zweck nicht die Vermehrung ihres Kapitals ist. Sie können ihre vielfältigen Dienste nur durch Einnahmen von Eintrittsgeldern, Spenden und eventuell noch durch staatliche Fördermittel anbieten.

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Internet für Geflüchtete

Heute mit einem Beitrag von Dr. Carola Ensslen, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft für DIE LINKE, die mir freundlicherweise die Freigabe für diesen Text erteilt hat. Danke, Carola.

Von Dr. Carola Ensslen

Internet für Geflüchtete in Unterkünften: Kein Anschluss unter dieser Leitung!

Es ist eine Neverending Story: 2015 hieß es bei den Hamburger Grünen vollmundig, dass das WLAN für Flüchtlingsunterkünfte 2016 kommen solle. Was ist bislang passiert? Nicht viel. In zahlreichen Anfragen, zuletzt im April 2020 (Drs. 22/94), haben wir nachgefragt.

Das Resultat im Jahr 2020: Sehr dürftig. Lediglich vier weitere Einrichtungen hat fördern&wohnen seit Sommer 2019 zusätzlich mit WLAN-Hotspots ausgestattet. Dies kann man dieser Tabelle entnehmen. Der Senat rechtfertigt sich damit, dass es sich bei öffentlicher Unterbringung nur um eine kurzfristige (!) Notversorgung für Menschen ohne Obdach handele. Diese solle nun um eine WLAN-Versorgung ergänzt werden, indem an einem Ort je Unterkunft ein WLAN-Hotspot bereitgestellt werde, der ausschließlich zum Empfangen und Senden wichtiger Nachrichten gedacht sei. Dabei geht es auch anders, wenn man nur will. In der gleichen Zeit begann nämlich der Senat, sich um den Ausbau des Internets in der Innenstadt zu kümmern. Dort können wir inzwischen komfortabel surfen. Immerhin. Es bleibt zwar die Kritik, dass dies nur über die Registrierung bei einem privaten Anbieter läuft. Dennoch wäre es zumindest eine schnelle Lösung.

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Wie geht’s weiter?

In der letzten Woche sind nun tatsächlich 59 (!) der knapp 40.000 Geflüchteten aus Griechenland ausgeflogen worden, 12 Kinder und Jugendliche nach Luxemburg, 47 nach Deutschland. Das ist sehr gut für die 59 Betroffenen, aber worauf warten wir jetzt?

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) nennt die Situation in den griechischen Lagern unerträglich, beschreibt die Aufnahme der 47 unbegleiteten Minderjährigen als „europäische Solidarität mit Griechenland“. Ähnlich äußerten sich die EU-Kommissarin Ylva Johansson und Innenminister Horst Seehofer (CSU). Was für eine Solidarität soll das sein?

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Ankunft als Geflüchteter in Deutschland 2015

Während meiner Zeit in der Erstaufnahme „Wiesendamm 24“ in Hamburg, einer prekären Unterkunft von November 2015 bis Juni 2016, traf ich einen jungen Syrer, Baraa, bei Ankunft noch keine 18 Jahre alt. Er fiel mir in seiner ruhigen und intelligenten Art positiv auf und ich wusste, wenn er die Mühlen des deutschen Asylverfahrens und der Bürokratie übersteht, wird er seinen Weg gehen. Ich bin dankbar und sehr stolz, dass Baraa sich bereit erklärt hat, einen kurzen Text über seine Flucht aus Syrien und seine Ankunft in Hamburg zu schreiben, den ich hier veröffentliche. Vielen Dank, Baraa.

Von Baraa Alchikh Ali

Flucht aus Syrien, Ankunft in Hamburg

Alles fing an in der Nacht des Ramadans. Ramadan ist in Syrien genauso wie Weihnachten in Deutschland. Es hat immer etwas mit Liebe, Respekt, Geduld und die Zusammenarbeit zu tun. In dieser Nacht war das aber anders, denn das war die Nacht an der ich alles verlassen habe. Mein Zuhause, meine Familie und meine große Pläne.

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Waffenexporte: da geht noch was

Die Meldung ist zwar schon von Anfang März, trotzdem muss ich mich dieses Themas in Zusammenhang mit Flucht und Vertreibung annehmen. Was musste ich lesen: Im 5 Jahresvergleich 2015 – 2019 liegt Deutschland nur noch auf Platz 4 der Waffenexporteure, hinter den USA, Russland und Frankreich!

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Zeitreise: Corona und die DDR

Heute ein Gastbeitrag der Journalistin Helga Niestroj, 72, die in ihrem Text beleuchtet, was Corona in der DDR bedeutet hätte. Vielen Dank, Helga!

Von Helga Niestroj

Corona und die DDR

Wenn man mehr als die Hälfte seines Lebens in der DDR gelebt hat, kann man schon mal auf so eine Idee kommen. Nämlich zu fragen, wie es gewesen wäre, wenn das Coronavirus in der DDR ausgebrochen wäre. Absurd? Wäre nicht passiert, weil ja alle Grenzen kontrolliert wurden, nicht nur gen Westen, sondern auch gen Osten? Und sowieso nicht so viele Leute immerzu hin- und herfuhren wie heute?

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Patchworkdecke mit ausgeleierten Nähten

Ich freue mich, heute einen Gastbeitrag eines geschätzten, ehemaligen Kollegen und, Jürgen, ich hoffe das sagen zu dürfen, eines Freundes, zum Thema „Europa“ veröffentlichen zu dürfen.

Von Jürgen Gebert

Patchworkdecke mit ausgeleierten Nähten

Seit dem ersten Aufruf im Februar 2017 war ich bei den Hamburger Veranstaltungen von PULSE OF EUROPE dabei. Wir haben unseren Teil dazu beigetragen, dass Populisten in Frankreich, den Niederlanden, Italien und nicht zuletzt im eigenen Land etwas kleinlauter wurden. Und das Brexit-Drama befand sich noch in seinem komödiantischen Vorspiel.

Der Zustand der Europäischen Union drei Jahre später ist ernüchternd.

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Video zum Wochenende

Eigentlich wollte ich heute ja über die Abstandsmahnwache (früher sagten wir „Demo“, die Älteren werden sich erinnern) an der Binnenalster berichten, aber die Veranstaltung wurde verboten und soll nun in sehr reduzierter Form stattfinden.

Daher heute mal ein Video vom Konstantin Wecker Trio vom 11. 04. 2020, passend zur aktuellen Lage

https://www.youtube.com/watch?v=53ugtANRKNs

Abstand statt Notstand

ACHTUNG: Die Veranstaltung wurde abgesagt! (17. 04. 2020, 15:00 Uhr) : Die Seebrücke Hamburg ruft für den morgigen Samstag von 12:00 bis 13:30 Uhr zu einer Abstandsmahnwache an der Binnenalster auf, um erneut die sofortige und vollständige Evakuierung der griechischen Lager zu fordern. Alle 3 Meter sollen sich die Teilnehmer*innen rund um die Binnenalster postieren.

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Ein Anfang? Eher eine Kapitulation vor den Rechten!

12 jugendliche Geflüchtete aus Griechenland sind gestern in Luxemburg angekommen. Am Wochenende sollen 50 weitere nach Deutschland folgen. Ein Anfang ist gemacht? Es ist weniger als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Dafür braucht sich niemand feiern zu lassen.

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